NEBENKOSTEN BEI KAUFVERTRÄGEN


Grunderwerbssteuer vom Wert der Gegenleistung 3,5% (Ermäßigung oder Befreiung in Sonderfällen möglich)

Grundbucheintragungsgebühr (Eigentumsrecht) 1,1%

Kosten der Vertragserrichtung und grundbücherlichen Durchführung

nach Vereinbarung im Rahmen der Tarifordnung des jeweiligen Urkundenerrichters sowie Barauslagen für Beglaubigungen und Stempelgebühren

Verfahrenskosten und Verwaltungsabgaben

für Grundverkehrsverfahren (länderweise unterschiedlich)

Förderungsdarlehen

bei Wohnungseigentumsobjekten und Eigenheimen – Übernahme durch den Erwerber: Neben der laufenden Tilgungsrate außerordentliche Tilgung bis zu 50% des aushaftenden Kapitals bzw. Verkürzung der Laufzeit möglich. Der Erwerber hat keinen Rechtsanspruch auf Übernahme eines Förderungsdarlehens

Allfällige Anliegerleistungen laut Vorschreibung der Gemeinde (Aufschließungskosten und Kosten der Baureifmachung des Grundstückes) sowie Anschlussgebühren und -kosten (Wasser, Kanal, Strom, Gas, Telefon etc.)

Vermittlungsprovision (gesetzlich vorgesehene Höchstprovision)

Bei Kauf, Verkauf oder Tausch von

•      Liegenschaften oder Liegenschaftsanteilen

•      Liegenschaftsanteilen, an denen Wohnungseigentum besteht oder vereinbarungsgemäß begründet wird

•      Unternehmen aller Art

•      Abgeltungen für Superädifikate auf einem Grundstück

Bei einem Wert von

•      bis € 36.336,42) je 4%

•      von € 36.336,42 bis € 48.448,49 je € 1.453,46

•      ab € 48.448,49 je 3% von beiden Auftraggebern (Verkäufer und Käufer)

jeweils zuzüglich 20% USt

Von der Grunderwerbsteuer sind befreit:

  • Erwerbsvorgänge, bei denen die Bemessungsgrundlage für die Erhebung der Grunderwerbsteuer den Wert von 1.100 Euro nicht übersteigt
  • Erwerbsvorgänge gemäß § 13 Liegenschaftsteilungsgesetz, wenn der für die Berechnung der Steuer maßgebende Wert 2.000 Euro nicht übersteigt
  • der Erwerb eines Grundstückes im Zuge einer Unternehmensübertragung bis zu einem Wert von 365.000 Euro (Freibetrag), wenn
    • die Steuer nach § 4 Abs 2 Z 1 oder 4 Grunderwerbsteuergesetz zu berechnen ist (das ist der Fall, wenn bei einem Rechtsgeschäft unter Lebenden die auf das Grundstück entfallende Gegenleistung geringer ist als der Wert des Grundstückes oder es sich um einen Erwerb von Todes wegen handelt)
    • die Erwerberin/der Erwerber eine natürliche Person ist
    • die Übergeberin/der Übergeber bei Übergabe unter Lebenden das 55. Lebensjahr vollendet hat oder wegen körperlicher oder geistiger Behinderung nicht in der Lage ist, das Unternehmen fortzuführen (die Erwerbsunfähigkeit ist nachzuweisen durch ein Sachverständigengutachten oder eine medizinische Beurteilung durch die zuständige Sozialversicherung)
    • das gemeinsam mit dem Grundstück übertragene Vermögen (Unternehmen, Mitunternehmeranteile) der Erzielung betrieblicher Einkünfte dient
    • die Übergeberin/der Übergeber mindestens ein Viertel des Betriebes bzw. der Mitunternehmerschaft (z.B. Anteile an einer OG) überträgt; wird nur ein Teil eines Betriebes oder ein Anteil an einer Mitunternehmerschaft übertragen, steht der Freibetrag nur aliquot in dem Ausmaß zu, das dem Anteil des übergebenen (Teil-)Betriebes am Gesamtbetrieb bzw. dem Anteil der Mitunternehmerschaft am Vermögen der Gesellschaft entspricht
  • der Erwerb eines Grundstückes im Wege eines Zusammenlegungsverfahrens und im Wege eines Flurbereinigungsverfahrens
  • der Erwerb eines Grundstückes durch behördliche Maßnahmen zur besseren Gestaltung von Bauland
  • der unentgeltliche Erwerb eines Grundstückes unter Lebenden zwischen Ehegatten oder eingetragenen Partnern unter bestimmten Voraussetzungen
  • die unentgeltliche Zuwendung von Grundstücken durch eine öffentlich-rechtliche Körperschaft
  • die Realteilung, insoweit der Wert (Verkehrswert) des Teilgrundstückes, das die einzelne Erwerberin/der einzelne Erwerber im Wege der Realteilung erhält, dem Bruchteil entspricht, mit dem er am gesamten zu verteilenden Grundstück beteiligt ist